38-t-Silo-LKW
auf der A3 geborgen |
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Der mit 28 t Zement beladene Lastzug kam mit dem Siloauflieger, der linken Fah-rerhausseite und zum Teil mit dem Fahrerhausdach auf der total zerstörten Leitplan-ke nach 50 m zum Liegen. Die Befreiung der beiden in Zwangslage Befindlichen gestaltete sich äußerst schwierig, da der rechte Unterschenkel der Tochter zwisch-en Leitplanke und Führerhaus eingeklemmt war. Ein Anheben des Fahrerhauses mit dem Kran, um die Rettung der beiden zu ermöglichen, hätte bedeutet, die Verlet-zungen der jungen Frau noch zu vergrößern. Der Fahrer wurde mit mehreren Knochenbrüchen, starken Verletzungen am Kopf sowie Schnitt- und Schürfwunden in ein Frankfurter Krankenhaus gebracht. Seine sehr schwer verletzte Tochter wurde mit dem zum Teil abgerissenen rechten Unter-schenkel im Notarztfahrzeug behandelt. Nach der Herstellung der Transportfähig-keit wurde sie ebenfalls in ein Frankfurter Krankenhaus gebracht, wo die sofortige Amputation des rechten Beines bis oberhalb des rechten Knies erfolgte. Bei dem verunglückten LKW handelte es sich um mit einem Zementsilo
und wei-teren Aufbauten ausgerüsteten vierachsigen Sattelzug-LKW.
Der Speicherbehälter war zur Aufnahme von 30 Tonnen Trockenzement
geeignet. Zum Unfallzeitpunkt war der Speicherbehälter mit etwa
28 Tonnen gefüllt, was zusammen mit dem Ei-gengewicht des Fahrzeuges
ein Gesamtgewicht von 38 Tonnen ergab. Speicher-trommel und Fahrgestell
waren zum Teil stark beschädigt. Zum Unfallzeitpunkt her-rschte
wechselhaftes Wetter. Lage auf der stark befahrenen A3 ein schwierig zu beseitigendes Hindernis.
Beide in Richtung Würzburg zur Verfügung stehenden Fahrspuren
der A3 waren durch den umgestürzten LKW und die Einsatzfahrzeuge
blockiert. Die Schutzpolizei war vor größere Umleitungsprobleme
gestellt. Für die schnelle Wiederherstellung des Ver-kehrsflusses
war die Beseitigung des umgestürzten LKW maßgeblich. Bis zum Eintreffen der Kranwagen und der parallel verlaufenden Menschenrettung wurden die Hebepunkte bestimmt. Maßnahmen Ausgelaufenes Motor-, Hydraulik- und Getriebeöl wurde mit Bindemittel abge-streut und von der Autobahnmeisterei aufgenommen. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen waren ein C-Rohr und ein Schaumrohr in Bereitstellung. Die Einsatzdokumentation belegt, dass um 06.41 Uhr die Alarmierung des Hilfe-leistungszuges 5, VRW 5, Technischer Einsatzleiter West, HLF 6, VRW 2, RW-Schiene der Feuerwache 2, NAW 5, NAW 6 und 2 RTW seitens der Leitfunk-stelle Frankfurt erfolgte. Um 06.46 Uhr treffen die ersten Einheiten an der Ein-satzstelle ein. 06.SO Uhr Rückmeldung vom Technischen Einsatzleiter West (TE 06). Ärztliche Versorgung im Gange, eine Rettungsschere zur Befreiung im Einsatz. Ein C-Rohr in Bereitschaft. Noch vor acht Uhr konnten beide Einklemmten an die NAW'n übergeben werden. Um 10.35 Uhr schließlich war der 38-Tonnen-Zemenl-silozug aufgerichtet und wurde in eine Fachwerkstatt geschleppt. Aufräumungsarbeiten folgten, bis die Ein-satzstelle der Autobahnpolizei übergeben werden konnte. Text/Fotos: Gerhard Stenge! |
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Umgestürzter
Silolastzug auf der A 3 in Richtung Würzburg, Höhe Frankfurter
Kreuz. |
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| Das Fahrerhaus befand sich bei Eintreffen der Feuerwehr auf der Leitplanke. Zwischen Leit-planke und Fahrerhaus befand sich die Beifahrerin, ihre Hüfte war dazwischen einge-klemmt. |
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| Nachdem die Kettung der Beifahrererin und des Fahrers abgeschlossen war, wurde das Fahrerhaus von der Leitplanke gehoben und am Mittelstreifen der A3 abgelegt. |