| Ein Toter,
31 Verletzte, 117 demolierte Fahrzeuge - Bilanz einer Massenkaram-bolage
gestern Vormittag auf der Auto-bahn in Richtung Kassel zwischen Bad Homburg
und Friedberg. Im dichten Nebel konnten die Autofahrer zeitweise nur zwanzig
bis dreißig Meter weit se-hen. Er könne sich in den letzten
zehn Jahren an keine derartige Unfallkette er-innern, sagte der Sprecher
des Darm-städter Regierungspräsidiums, Karl-Heinz Hofmann, auf
Anfrage. - Das Un-heil hatte gegen 10.40 Uhr seinen Lauf genommen, als
ein Lastwagen aus Stutt-gart bei schlechter Sicht auf einen Last-zug aus
Iserlohn fuhr und die Fahrspuren in Richtung Kassel durch den Unfall mit
einem Mal blockiert waren. Der Beifah-rer des Stuttgarter Lastwagens,
der 35 Jahre alte Peter Paul Kluge, starb auf dem Weg in ein Krakenhaus.
Innerhalb weniger Minuten fuhren mehrere Perso-nenwagen auf die beiden
Lastzüge. Ehe die Polizei überhaupt warnend eingreifen konnte,
wuchs der Schrotthaufen. Die Unfallstelle auf der Autobahn war schließlich
fast drei Kilometer lang. Drei Wagen brannten aus. Hofmann: „Eine
halbe Million an Sachschaden ist nicht übertrieben." - Dichter
Nebel waberte auch über Abschnitten der Bundesstraße |
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3, die von der Polizei über
Rundfunk als Umleitungsstrecke empfohlen worden war. Über „hr
3" kamen ständig Mel- dungen, die vor der schlechten Sicht warnten.
Die Umleitungen - sie wurden in nördlicher Richtung bereits am Frank-furter
Kreuz wirksam - dauerten bis ge-gen 14 Uhr. Auf den Gegenfahrbahnen entlang
der Unfallstelle gab es ebenfalls Stauungen, weil Autofahrer das Tempo-verringerten,
um einen Blick auf „das Schauspiel" zu werfen. - Rettungsmann-schaften
aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet fuhren zur Unfallstelle. Neben zwei
Notarztwagen für die Schwerver-letzten war auch der Krankenbus der
Frankfurter Berufsfeuerwehr im Einsatz, der gleichzeitig mehrere Leichtverletzte
aufnehmen kann; ferner 22 Kranken-wagen. Hilfe brachten zudem zwei Ärzte,
aus Frankfurt. Ausnahmezustand herrschte für die Feuerwehren aus
Bad Homburg und Friedberg. Die Verletz-ten - einige waren im Blech eingeklemmt
und mussten von der Polizei und der Feuerwehr befreit werden - kamen in
die umliegenden Krankenhäuser. Gegen 16 Uhr erst, sagte Hofmann,
verließen die letzten Polizeikommandos die Unfall-stelle. (hach)
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